Popplet Update mit Folgen

Eine sehr spannende Seminarsitzung zum Thema PISA mit unserer Expertin Dr. Christine Sälzer (National Project Manager für PISA) wurde iPad-technisch von einer Panne begleitet, die mich doch sehr ärgert.

Zum Einstieg sollte eine Ideensammlung  „Vorurteile zu PISA“ durchgeführt werden. Dies sollte in Kleingruppen mit dem App Popplet erfolgen. Die Besonderheit sollte sein, dass alle Arbeitsgruppen dasselbe Popplet bearbeiten und so schon in der frühen Phase von den Ideen der anderen Gruppen profitieren bzw. sich gegenseitig ergänzen.

Es funktionierte nicht und so wurde die Methode stattdessen klassisch mit Stiften und Flipchart durchgeführt – ohne die gewünschte arbeitsgruppenübergreifende Zusammenarbeit. Ein Bug im Popplet-Update verhinderte die kollaborative Nutzung des Apps (Änderungen des Popplets wurden auf den anderen iPads nicht angezeigt). Noch zwei Tage davor testete ich das App direkt im Seminarraum, also unter Realbedingungen mit fünf iPads. Alles funktionierte. Ein Tag später kam dann ein Update. Never touch a running system.. Es war ein Fehler, dieses zu installieren. Dass es am Update liegt, sieht man übrigens überdeutlich: Ein einzelnes iPad hat das Update nicht installiert – das funktioniert.

Das Update-Malheur passiert uns anscheinend öfter: Zuletzt bei eClicker, das App crasht nach einem Update, sobald eine Liveabfrage gestartet wird. Ganz ehrlich, solche Erfahrungen kratzen für mich am Nimbus des ach so stabil laufenden iPads.

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8 Antworten zu Popplet Update mit Folgen

  1. Jürgen Pauly schreibt:

    Nun, das ist in der Tat ärgerlich! Aber das iPad für schlecht programmierte Apps bzw. dessen Updates verantwortlich zu machen finde ich falsch. Ich denke hier nutzen/schaden passende Bewertungen im Appstore besser.

    Ansonsten noch mal Lob für diesen Blog, die Erfahrungsberichte sind sehr hilfriech!

  2. Pingback: Popplet Update mit Folgen | Tablets in der Schule | Scoop.it

  3. Jochen Knorz schreibt:

    Ich fand das nicht so schlimm mit dem Ausfall der I- Pads. Es hat auch so sehr viel Spaß gemacht und der Meinungsaustausch innerhalb der Gruppe war ja sehr stark vorhanden.
    Ein großes Lob noch an die Expertin! Auf alle Fragen wurde sehr spontan und auch sehr ausgewogen geantwortet.
    Übrigens lebt das Seminar von den Gesprächen und Diskussionen. Mir persönlich macht das Seminar sehr viel Spaß!
    Die Pads sind als eine gute Unterstützung zu sehen und nicht als Hauptbestandteil des Seminars.
    Gruß Jochen

  4. Marina Mehringer schreibt:

    Ich fand es sogar ganz angenehm, dass es durch den Ausfall der App zu einem Methodenwechsel kam. Dies zeigt einfach auch, dass das Seminar immer gewinnbringend ist, auch ohne iPad.
    Ansonsten muss ich sagen Fr. Sälzer gilt nicht zu Unrecht als Expertin auf diesem Gebiet.
    Ich fand es hochinteressant. Vielen Dank!

  5. Annegret Schmiedel schreibt:

    Aus meiner Sicht empfand ich die PISA-Diskussion als eine der besten Sitzungen bisher. Die Expertin Fr. Sälzer war hier direkt vor Ort und konnte auf die Entwicklungen der Diskussion konkret eingehen. Sie konnte die technischen Probleme durch andere Methoden der Darstellung gut überbrücken und wir verloren dadurch wenig Zeit. Anders als im letzten Seminar zum Thema „Neurodidaktik“, schien der Informationsaustausch lockerer und interaktiver abzulaufen als per Videokonferenz.
    Insgesamt kann man allerdings sagen, dass die Experten stets gut ausgewählt und Themen umfassend diskutiert werden.
    Ich empfinde das Seminar als sehr informativ und als persönliche Bereicherung. Es werden stets neue Möglichkeiten aufgezeigt, Themen zu bearbeiten oder auf verschiedene Weise mit Hilfe des iPads zu vermitteln.

  6. Lisa Amberger schreibt:

    Ich denke, ebenso wie die anderen Teilnehmer des Seminars, dass es kein Problem war, dass die eigentliche Methode nicht funktionierte, denn auch das wird uns allen im Beruf öfter passieren. Auch wenn mir nicht ganz klar wurde, warum nicht trotzdem die App Popplet genutzt wurde, und in Kleingruppen verschieden Popplets erstellt und diese nacheinander über den Beamer für alle sichtbar gemacht wurden. Ich muss allerdings auch gestehen, dass mir persönlich diese App sehr gut gefällt und ich mir sehr gut vorstellen kann, mit dieser auch in einer Berufsschulklasse zu arbeiten.
    Viele Grüße,
    Lisa

  7. Tobias K. schreibt:

    Hallo!

    Ich kann mich nur allen anschließen und bekräftigen, dass das Nicht-Funktionieren der App halb so wild war. Freilich wäre es schön gewesen, wenn die Gedanken der einzelnen Gruppen mit Hilfe von Popplet visualisiert und über den Beamer gezeigt worden wären. Aber die die Verwendung von Stift und Papier hat der Sitzung inhaltlich keineswegs geschadet.

    Mit Frau Sälzer als kompetenter Expertin und viel Interesse aller Seminarteilnehmer war es auch ohne iPad eine sehr gute Seminarsitzung, die uns einen guten Einblick in PISA gewährt hat.

    Gruß

    Tobias

  8. Michael Folgmann schreibt:

    Ich danke Ihnen allen für die Kommentare und Rückmeldungen. Natürlich ist die Papiermethode nicht schlecht. Sie ist eingespielt und funktioniert reibungsfrei.
    In diesem Blog geht es (im Gegensatz zum Seminar) schwerpunktmäßig um den Einsatz neuer Techniken mit dem iPad, deshalb fokussiere ich diese Punkte. Was ich gerne ausprobiert hätte, welchen Mehrwert ein „gemeinsames“ Brainstorming mittels Popplet gegenüber der Papiermethode haben könnte? Wären da mehr Ideen rausgekommen als auf Papier, weil sie von Beginn an zusammenarbeiten? Andere Ideen? Wäre es schneller gegangen? Wie ist es mit der Weiterverwendung des Ergebnisses? Es scheint mit Popplet vorteilhaft, die Ideen anschließend durch Verschieben, Bündeln und Aussortieren zu strukturieren, eventuell sogar in der laufenden Sitzung zu ergänzen. Und so zöge sich das anfängliche Brainstorming durch die Seminarsitzung. Man könnte das selbst erarbeitete Ergebnis mit nach Hause nehmen. Das Flipchart-Brainstorming scheint dagegen statisch.

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