iPad-Rallye

Im der heutigen Seminarsitzung veranstalteten wir eine iPad-Rally zum Thema Inklusion. Man könnte es auch Moderne Schnitzeljagd oder Bewegter Lernzirkel nennen.

Sechs Stationen verteilten sich über das gesamte Lothstraßengebäude, die es für die TeilnehmerInnen zu finden galt. Die Lernmaterialien waren hinter QR-Codes hinterlegt, die sich wunderbar verstecken lassen. Zusätzlich zu den Lernstationen wurden Hinweise auf die Stationen im Haus verteilt, ebenfalls in Form von QR-Codes, die dafür sorgten, dass die Stationen gefunden und in einer definierten Reihenfolge durchlaufen werden.

An den verschiedenen Lernstationen mussten beispielsweise Texte gelesen und ein Video angesehen werden. Im Internet sollten Informationen recherchiert und als Social Bookmark auf die Seite www.edutags.de abgelegt werden. Eine weitere Station beinhaltete eine Straßenbefragung von Passanten via Evasys, die wegen des Regens nach innen verlegt wurde (zum Glück laufen auch hier genügend Personen umher).  Eine andere Station initiierte ein Skypegespräch mit der Schulberatungsstelle in München, wofür sich freundlicherweise die Leiterin Frau Dr. Ulbricht zur Verfügung stellte.

Die Studierenden wurden in kleine Teams zu zweit oder dritt eingeteilt. Jedes Team bekam zum Start einen Hinweis auf eine andere Lernstation. Die Lernstationen enthielten mindestens drei QR-Codes: An oberster Stelle die Quelle, sprich ein Text, ein Video oder eine Arbeitsanweisung. In der Mitte das Tracking, hier wurden die Studenten auf die Plattform www.moreganize.ch gelenkt; auf diese Weise konnten die Dozenten live mitverfolgen, welches Team welche Station absolviert hatte. Der untere Code gab dann den Hinweis auf die nächste Station. Zwischen den Stationen führten die Hinweise regelmäßig in Büros von Mitarbeitern, bei denen es kleine Süßigkeiten oder Brezeln gab. Kleine Notiz für mich selbst für die nächste Rally: Süßigkeiten nur bei richtiger Beantwortung einer Frage zur vorhergehenden Lernstation.

Nach 60min fanden sich alle TeilnehmerInnen wieder im Seminarraum zu einer abschließenden Diskussion ein, die wie so oft viel zu kurz ausfiel. Dennoch, die Studierenden fanden offensichtlich viel Gefallen an dieser Methode. Alles in allem funktionierte es erstaunlich gut für den ersten Durchlauf und wir sammelten wertvolle Erfahrungen bzgl. der zeitlichen Planung der Stationen.

Für die Erstellung der QR-Codes empfehle ich die Seite http://goqr.me/de/. Dort können die Codes einfach und in der richtigen Größe generiert werden. Der Arbeitsaufwand für die Vorbereitung einer regulären Seminarsitzung beträgt bei mir ca. 2-3 Stunden. Bei dieser iPad-Rally hatte ich einen Mehraufwand von ca. 8 Stunden für das Erstellen der QR-Codes, Ausdrucken, Laminieren, Auf-und Abbau, Informieren der Kollegen und Helfer. Die Materialien sind dafür so aufbereitet, dass sie wieder verwendet werden können.

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11 Antworten zu iPad-Rallye

  1. Pingback: iPad-Rally | Tablets in der Schule | Scoop.it

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  3. Manuela H. schreibt:

    Als Seminarteilnehmerin möchte ich anmerken, dass unsere „Moderne Schnitzeljagd“ mal eine interessante Abwechslung zum sonstigen Uni-Alltag darstellte. Das iPad hat bei dieser Methode seine Vielfältigkeit erneut unter Beweis gestellt. Wir verwendeten es unter anderem, um einen Film anzuschauen, um Kommilitonen zum Thema Inklusion zu befragen, um Dokumente zu lesen und sogar zum Telefonieren. Auf die Idee eine Schnitzeljagd auf Basis von QR-Codes zu gestalten, muss man erst einmal kommen. Am Ende meines Kommentares deshalb noch ein Dankeschön an Herrn Folgmann, weil er soviel Zeit und Mühe in unser Seminar steckt.🙂

  4. Manuela H. schreibt:

    Achja, noch etwas: Wir haben leider nicht alle Stationen geschafft. Vielleicht wäre es gut im nächsten Seminar weniger Stationen zu machen. Dann könnte man sich dafür intensiver mit den anderen beschäftigen.

  5. Jochen Knorz schreibt:

    Die Live – Abfrage der Daten oder Meinungen finde ich richtig toll! Schon in der Klausurvorbesprechung in Arbeitspäd. wurde diese Form eingesetzt. Ich glaube, um tatsächliche Meinungen oder Stimmungen von Schüler abfragen zu können, ist diese Art der Abfrage sehr gut.
    In diesem Bereich kann ich mir den Einsatz von I Pads in der Schule sehr gut vorstellen.
    Außerdem möchte ich mich auch noch bei Herrn Folgmann für die Vorbereitung der tollen Seminarsitzung bedanken.
    Diese Schnitzeljagd könnte ich mir sehr gut für die Erstsemester vorstellen!
    Ein schönes Wochenende wünscht Euch Jochen.

  6. Lisa Amberger schreibt:

    Ich denke auch, dass vor allem Erstsemester von so einer Schnitzeljagd profitieren können, denn auf diese Weise erfährt man nicht nur etwas über das Thema, um das sich die Rally dreht, sondern kann so auch gleich das Gelände bzw. die Gebäude erkunden. Ich habe auf diese Weise einige Stellen in der Lothstraße kennengelernt, die ich in meinem ganze Studium noch nicht aufgesucht habe.
    Auf diese Weise könnten IPads auch zu Beginn des Schuljahres in Berufsschulen oder Berufsfachschulen eingesetzt werden, sodass die Schüler gleich einen Eindruck von der, für sie neuen Umgebung und einem neuen Schulhaus, bekommen können.
    Allerdings bleibt wohl die Frage offen, ob der Aufwand für den Organisator/Lehrer/Dozenten mit dem Lernerfolg/Erfahrungsgewinn und ähnlichem der Schüler in Relation stehen.
    Auch ich möchte mich bei Herrn Folgmann für den Aufwand, den er betrieben hat, und die Erfahrungen, die ich sammeln konnte, bedanken.
    Liebe Grüße

  7. Philipp H. schreibt:

    Hallo zusammen,

    als Herr Folgmann zu Beginn der Sitzung den Inhalt derselbigen vorstellte, war ich hellauf begeistert. Erinnert diese Methode doch sehr an moderne Schnitzeljagd in Gestalt von z.B. Geocaching. Hier muss man unter Einsatz von Technik (GPS) und Köpfchen Aufgaben oder Rätsel lösen um am Ende Koordinaten zu erhalten, an denen ein Cache (Logbuch) verborgen ist. Dieser Zeitvertreib ist eine wunderbare Möglichkeit mehr über z.B. Stadtteile, das Ubahnsystem oder die Geschichte eines Ortes zu erfahren.
    Schon oft hatte ich überlegt, wie man diese Idee in den Unterricht übertragen kann. Die Idee mit den QR-Codes ist hierfür richtig Klasse, da man innerhalb eines Gebäudes nur schlecht mit Koordinaten und GPS arbeiten kann.
    Ich denke man kann diese Grundidee sehr sehr vielfältig nutzen, z.B. im Mathematikunterricht, bei dem man an den verschiedenen Stationen Aufgaben lösen muss um weiterzukommen etc.
    Allerdings sollte man wegen des erhöhten Aufwandes bei der Vorbereitung Unterrichtsinhalte wählen, die sich im Laufe der Zeit nur wenig bis gar nicht verändern und es muss die technische Infrastruktur gegeben sein, um die Möglichkeiten des iPads voll ausschöpfen zu können.
    In diesem Sinne ein großes Lob an Herrn Folgmann für diese tolle Seminarsitzung und vielen Dank für den grossen Aufwand, der zur Vorbereitung dieser Sitzung nötig war!!
    Aber auch ein herzliches Dankeschön an die eingebundenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den verschiedenen Stationen!

    Beste Grüsse
    P.H.

  8. Marina M. schreibt:

    Hallihallo,

    also ich muss sagen, ich war auch schwer von dieser Sitzung beeindruckt. Man muss sich den Organisationsaufwand dahinter bewusst machen (9 Stunden!!).
    Im Gegensatz zu meiner Vorrednerin, wäre ich auch bereit gewesen länger zu bleiben.
    Das breite Thema der Inklusion eignete sich meiner Meinung nach hervorragend für diese außergewöhnliche Unterrichtsform.

  9. Tobias K. schreibt:

    Hallo miteinander.

    Mir hat die „Schnitzeljagd“ auch gefallen. Zum einen war sie eine willkommene Abwechslung zu den sonstigen „Sitz-Terminen“, zum anderen bot sich einmal mehr die Gelegenheit die vielen Möglichkeiten, die das iPad bietet, zu nutzen.
    Die Vorbereitung dieses Seminartermines muss auf jeden Fall gewürdigt werden.

    Allerdings ist das wichtige Thema Inklusion inhaltlich leider etwas zu kurz gekommen, da die Zeit für Diskussion und Meinungsaustausch dann doch etwas knapp war.

    Alles in allem war es aber eine gute Semiar-„Sitzung“, bei der sich jeder im Rahmen der „Schnitzeljagd“ mit dem Thema Inklusion auseinandergesetzt hat.

    Gruß

    Tobias

  10. Frederica schreibt:

    Besonders interessant für mich persönlich war überhaupt zu sehen, für was die QR-Codes genutzt werden können, achtet man mal im Alltag darauf, so sind diese auf vielen Werbeplakaten zu finden und führen direkt zum Internetauftritt des zu vermarktenden Objekts.
    Ich habe mich vor dieser Seminarsitzung häufig gefragt, was solche Codes bedeuten, nur weiß ich es und auch wie vielseitig sie angewendet werden können.

  11. Pingback: iPad-Rally Neurodidaktik | Lernen mit dem iPad

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