Erstellung von Audiopodcasts auf dem iPad?

Als wir vor 4 Jahren mit der Produktion von Audiopodcasts begannen, erfolgte die Aufnahme über ein Mikrofon direkt auf ein Laptop. Sowohl die Aufzeichnung als auch den Schnitt erledigte das Open-Source-Programm Audacity. Später schafften wir zusätzlich Diktiergeräte an (Zoom H2), die für Interviewsituationen wesentlich besser geeignet sind. Klein, handlich, unscheinbar und dabei aufgrund der Mikrofoncharakteristik noch mit deutlich verbesserter Sprachqualität. Die Aufnahmen wurden per USB auf den Computer übertragen und konnten einfach in Audacity bearbeitet werden.

Audiopodcast mit iPad und Mikrofon

Mit der Anschaffung der iPads erwarteten wir uns einen weiteren Sprung nach vorne. Klein und handlich ist es, unscheinbar ebenfalls. Die bekannt intuitive Bedienung von Apple ist ein zusätzlicher Bonus. Der erhoffte qualitative Sprung lautete, Aufnahme und Schnitt in einem Gerät zu vereinen. Mit dem App Garageband sahen wir ein weiteres Plus: Eine kleine, aber feine Sammlung von Loops und Geräuschen, die ein Podcast mit Leben füllen kann und dabei frei nutzbar ist, ohne Gefahr der Urheberrechtsverletzung.

Das iPad konnte diese Erwartungen leider nicht erfüllen. Das eingebaute Mikrofon des iPads hat zwar eine erstaunlich gute Qualität, ist allerdings für die Aufnahme von zwei sich gegenübersitzenden Gesprächspartnern nur wenig geeignet.

Den Anschluss eines externen Mikrofons bekamen wir nur mit eingeschränkter Qualität hin. Unsere vorhandenen Zoom H2 werden vom iPad nicht unterstützt. Dies liegt daran, dass das Zoom H2 trotz Batterien eine Stromversorgung über USB benötigt. Dies liefert das iPad nicht, weil der USB-Standard nicht eingehalten wird.

Also schauten wir uns nach anderen Mikrofonen um. In einschlägigen Internetforen wurde das Samson UB1 als eines der wenigen Mikrofone mit Kugelcharakteristik gehandelt, das mit dem iPad funktioniert. Deshalb versuchten wir es damit, was sich als Fehlkauf erwies. Mangels Stromversorgung hat es einen äußerst niedrigen Eingangspegel. Eine nachträgliche Erhöhung des Pegels in GarageBand führt zu einem erheblichen Qualitätsverlust.

Plan B lautete: Aufnahme mit dem Zoom H2 und Überspielen der Audiodatei auf das iPad. Dieser Plan scheiterte kläglich aufgrund fehlender Usability des iPads. Die Audiodateien des Zoom H2 müssten nach iTunes übertragen und von dort auf das iPad synchronisiert werden, so dass sie auch in GarageBand bearbeitet werden können. Dies mag als einmaliger Vorgang hinnehmbar sein. Möchte man in der Nachbearbeitung einzelne Sequenzen erneut aufsprechen (bei gleichbleibender Mikrofonqualität), artet dies jedoch schnell in unnötigen Zeitaufwand aus.

Audacity und Zoom H2

Apples restriktive Handhabung von Musikdateien (diese können von Dropbox oder GoodReader nicht an andere Apps weitergegeben werden) macht ein ökonomisches Arbeiten bei der Podcasterstellung in unserem Setting unmöglich. Von der sonst hohen Usability bei Apple-Produkten konnten wir nicht viel erkennen.

Fazit: Wir bearbeiten Audiopodcasts weiterhin mit dem Zoom H2 und Audacity.

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4 Antworten zu Erstellung von Audiopodcasts auf dem iPad?

  1. Pingback: Videopodcasts auf dem iPad | Lernen mit dem iPad

  2. Eva Stich schreibt:

    Das Audiopodcast mit dem IPad zu erstellen war mir persönlich zu kompliziert, zu umständlich und zu unsicher, ob die Aufnahme dann wirklich funktioniert.
    Das Arbeiten mit dem Zoom H2 erschien mir als wesentlich angenehmer, einfacher und zuverlässiger.

  3. Pingback: Externes Mikrofon für das iPad | Lernen mit dem iPad

  4. Pingback: Erstellung von Audiopodcasts auf dem iPad? | Werkzeuge | Scoop.it

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