Videogespräch im Seminar mit dem iPad

In der heutigen Seminarsitzung zum Thema Neurodidaktik war unser Themenexperte Ralf Besser aus Bremen via Skype in einer Live-Videokonferenz zugeschaltet. Zur Anwendung kam ein einzelnes iPad auf einem Ständer, über das ein Skype-Videogespräch (über WLAN) geführt wurde. Der iPad-Desktop wurde parallel via Airplay auf den Beamer gelegt sowie das Tonsignal über Lautsprecher ausgegeben. Unser Experte nutze Skype regulär am PC.

Videogespräch im Seminarraum

Erstmalig in diesem Semester funktionierte alles nahezu tadellos. Die Übertragungsqualität von Audio und Video war hervorragend. Das mobile iPad wurde situationsgerecht platziert, bei Bedarf von der vorder- auf die rückseitige Kamera umgeschaltet, damit unser externer Experte entweder den jeweiligen Gesprächspartner, die Referentin, das Plenum oder die Beamerpräsentation vor Augen hatte.

Im Vergleich zu bisherigen Videokonferenzen in früheren Semestern, die über den Seminar-PC oder ein Laptop erfolgten, bestach das iPad durch seine Mobilität. Das interne Mikrofon des iPad sorgte auch bei 4m Abstand noch für ausreichende Qualität. Lediglich einmal erfolgte eine Rückkopplung, als sowohl das iPad als auch der Sprecher direkt vor den Lautsprechern stand.

Aber auch das soll erwähnt werden: Dem erfolgreichen Einsatz ging eine vierstündige Vorbereitungsphase voraus. Unser anfänglicher Wunsch, den Seminarraum mit 2-3 (iPad-)Kameras auszustatten und unserem externen Experten so ein umfassenderen Eindruck vom Seminarraum zu vermitteln, schlug fehl. Auch mit einem Premium-Account von Skype konnte im Seminarraum kein Gruppenvideogespräch eingerichtet werden. Die Skype-App auf dem iPad ist nur für zwei Gesprächsteilnehmer geeignet (im Vergleich zu Facetime aber zumindest plattformübergreifend). Die Verwendung von Adobe Connect wurde ebenfalls erprobt. Leider waren sowohl Audio- als auch Videoqualität bereits bei zwei Teilnehmern unerträglich schlecht. Die Audiospur lief dem stark ruckelndem Video 2-3sek nach. Weiterhin sei erwähnt, dass Airplay via AppleTV in unserem Setting nicht einwandfrei funktioniert (Darstellung auf dem Beamer verschoben, falsches Seitenverhältnis).

Bewertung der Methode

  • Einbindung externer Experten in die Lehre auch bei räumlicher Distanz möglich.
  • In unserem Setting mit Skype gute Verbindungsqualität ohne Verzögerungen, es fühlt sich so an, als ob der Gesprächspartner tatsächlich im Raum sitzt.
  • Um dem externen Gesprächspartner einen umfassenden Einblick in den Seminarraum zu geben, ist es sinnvoll, einen Art „Kameramann“ einzusetzen.
  • Für Gruppenvideogespräche ist der Stand der Technik derzeit noch nicht weit genug.
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4 Antworten zu Videogespräch im Seminar mit dem iPad

  1. Diana schreibt:

    Super Sache, dass der Experte trotz der räumlichen Distanz so in das Seminar eingebunden werden konnte.

  2. Christian Kimnach schreibt:

    Die Videokonferenz war wirklich spitze. Für die Schule absolut zu gebrauchen. Der Experte war trotz der Entfernung immer präsent. Durch die interaktive Gestaltung wird sicherlich auch eine erhöhte Aufmerksamkeit bei den Schülern/Studenten bewirkt.

  3. Kathi Simon schreibt:

    Die videokonferenz hat bis auf ein paar unterbrechungen super funktioniert… Trotz der räumlichen Entfernung konnte man via Mimik und Gestik miteinander kommunizieren… und einen Ersteindruck von seinem unbekannten Gegenüber erhalten!

  4. Pingback: iPads in der Hochschullehre – ein erstes Resümee | Lernen mit dem iPad

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