Onlinelernen mit dem iPad

Diese Woche beendeten wir erfolgreich eine zweiwöchige eLearningphase zum Thema School Shootings. Die TeilnehmerInnen erarbeiteten sich in kleinen Arbeitsgruppen selbstständig die Thematik. Ausgehend von Text- und Linkangeboten auf unserer Lernplattform Moodle schloss eine eigenständige Internetrecherche an. Jede Arbeitsgruppe tauschte sich mit einem externen Experten über das Thema aus. Die Diskussions- und Arbeitsergebnisse wurden in einem gemeinsamen Mindmap zusammengeführt. Jede Arbeitsgruppe präsentierte ihre Ergebnisse in der abschließenden Präsenzsitzung.

Von außen betrachtet konnten in den Arbeitsgruppen verschiedene Anwendungsszenarien in Verbindung mit dem Tablets identifiziert werden (darüber hinaus mögen weitere zum Einsatz gekommen sein).

1) Nutzung der Arbeitsmaterialien

Texte in Goodreader lesen und markieren

Über Moodle wurde der Arbeitsauftrag und einige Lesetexte als PDF zur Verfügung gestellt. Diese konnten auf dem iPad gelesen werden.

Der Mehrwert der Tablets gegenüber Laptops oder Heimcomputern liegt vor allem in der hohen Mobilität. Das Gerät kann immer und überall mitgenommen werden. Dies beginnt schon zu Hause: Das Tablet ist ebenso mobil wie ein Buch. Kein Laptop auf dem Schoß. Kein fester Computerarbeitsplatz. Diese Flexibilität schätze ich als essentiellen Vorteil ein – gerade wenn es ums Lernen geht.

2) Onlinekommunikation

Zwar war ein persönliches Treffen der Arbeitsgruppen nicht ausgeschlossen, doch lief die Kommunikation bedingt durch den Arbeitsauftrag überwiegend online. Hierzu wurde Email, Diskussionsforum und Skype benutzt. Nicht oder nur wenig genutzt wurde Facetime und Adobe Connect. Termine wurden über Doodle vereinbart.

Facetime kann nicht plattformübergreifend (Windows, Linux) genutzt werden und bietet keine Konferenzschaltung. Adobe Connect bietet dies, hat aber selbst bei reinem Audio eine gefühlte Übertragungsverzögerung von 1-2 Sekunden (dies scheint übrigens unabhängig vom Tablet zu sein).

Skype ist plattformübergreifend und im Vergleich relativ verzögerungsarm. Aber auch Skype auf dem iPad fördert überraschende Einschränkungen zu Tage: Zwar sind Audiokonferenzen mit drei und mehr Teilnehmern möglich, jedoch können diese nicht über das iPad-App initiiert werden. Mindestens ein Teilnehmer muss von einem normalen Rechner aus die Konferenz hosten.

3) Ergebnisaufbereitung

Ein kooperativ erstelltes Mindmap in Mindmeister

Für das Zusammentragen und Präsentieren der Ergebnisse wurden Mindmeister und Prezi genutzt.

In Mindmeister erstellten die TeilnehmerInnen arbeitsgruppenübergreifend ein gemeinsames Mindmap. Die Aufgabe konnte erfüllt werden, allerdings stellte sich heraus, dass das Mindmeister-App auf dem iPad keine synchrone Bearbeitung des Mindmaps zulässt. Bei gleichzeitigem Zugriff erhielten die TeilnehmerInnen Fehlermeldungen. Synchrone Bearbeitung funktioniert nur über die Browserapplikation.

Die Prezipräsentationen konnten problemlos erstellt und in der Seminarsitzung präsentiert werden. Die Erstellung der Präsentation erfolgte meines Wissens immer von einer Person, d.h. der kooperative Bearbeitungsmodus von Prezi wurde nicht getestet. Negativ anzumerken ist aber hier, dass die Prezierstellung nicht am iPad möglich ist, da Flash nicht verfügbar ist. Das Prezi-App des iPads erlaubt lediglich das Abspielen einer Präsentation.

Bewertung der Tablets für die eLearningphase

  • Die hohe Mobilität eines Tablets fördert die eLearningphase maßgeblich.
  • Die fehlende Integration von Flash beim iPad führt zu Einschränkungen oder verhindert sogar die Nutzung von Applikationen, die für das Lernen relevant sind.
  • Für Mobilgeräte entwickelte Apps haben nicht den vollen Funktionsumfang, was dazu führt, dass Tablets alleine nicht ausreichen.

Ich fände es auch sehr spannend, wenn uns einige TeilnehmerInnen ihre Eindrücke aus der eLearningphase (im Bezug auf das iPad) geben könnten.

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4 Antworten zu Onlinelernen mit dem iPad

  1. Marina schreibt:

    Die online Lernphase war für mich persönlich sehr interessant, da ich mich endlich mit Dingen beschäftigen musste, die ich häufig hinausgeschoben habe. Ich habe gelernt wie einfach es sein kann Termine zu koordiniren und jederzeit schnell zu reagieren, da dass iPad ja immer dabei ist, sobald mich meine Kommilitonen per E-Mai kontaktirten, kam auch schon ein akustisches Signal vom iPad. So musste ich nicht einmal ständig prüfen ob neue E-Mails da sind. Trotz einiger technischer Probleme hat alles gut funktioniert. Mit mehr Übung und Erfahrung, denke ich, dass in Zukunft somanche Probleme garnicht mehr auftreten werden. Die iPads haben halt ihre ganz eigene Persönlichkeit die man nach dem kennenlernen sehr zu schätzen vermag.

  2. Michaela Aigner schreibt:

    Ich bin ganz begeistert von Prezi und Mindmeister. Bei Prezi gibt es eine Einführung auf You Tube (auf Deutsch sogar😉 ), danach muss man sich ein bisschen mit dem Programm spielen. Jetzt möchte ich gar keine Power Point mehr erstellen. Mindmeister ist selbsterklärend.

  3. Michaela Aigner schreibt:

    „Für Prezi gibt eine Einführung auf You Tube“

  4. Pingback: iPads in der Hochschullehre – ein erstes Resümee | Lernen mit dem iPad

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