Twitter in der Seminarsitzung

In einer Seminarsitzung zum Thema Inklusion nutzten wir zur inhaltlichen Einstimmung das Tool Twitter auf den iPads. Die TeilnehmerInnen wurden aufgefordert, zwei bis drei Begriffe, die sie mit dem Thema Inklusion verbinden, zu twittern. Über einen zentralen Dozenten-Twitteraccount wurden Teilnehmer-Tweets gesammelt und über das Dozenten-iPad auf den Beamer geworfen. Die Begriffe gaben für die Vortragende und die TeilnehmerInnen gleichermaßen einen ersten Überblick, welche Assoziationen zum Thema bestehen. Einzelne Nennungen wurden im weiteren Verlauf der Sitzung erneut aufgegriffen.

Dieser erste Einsatz von Twitter hatte einen Zeitaufwand von ca. 5-7min für diese eine Abfrage. Probleme bereitete das erstmalige Einloggen in die vorhandenen Accounts. Zukünftig lässt sich die gleiche Abfrage sicherlich in 1-2min durchführen.

Zum Vorbereitungsaufwand: Für das vorliegende Szenario reicht es, nur einen einzigen Twitteraccount anzulegen, den alle TeilnehmerInnen und DozentInnen nutzen. Da wir Twitter auch für andere Einsatzszenarien nutzen möchten, erstellten wir bereits vor dem Seminarstart 25 anonyme Twitter-Accounts, die an die TeilnehmerInnen ausgegeben wurden. Die Dozentenaccounts folgen den Teilnehmeraccounts als Follower. Zeitaufwand für diese gesamte Vorbereitung ca. 2h.

Bewertung dieser Methode:

  • Alle TeilnehmerInnen werden aktiviert und können sich einbringen (im Gegensatz zur verbalen Frage, wo nur Einzelne antworten).
  • Die Beteiligung ist anonymer. Es besteht weniger Hemmung, sich zu „äußern“.
  • Es gibt einen Delay zwischen dem Abschicken eines Tweets und dem Erscheinen des Tweets bei den Followern (ca. 30sek bis 1min).
  • Im Vergleich zur verbalen Frage in die Runde ist der Zeitaufwand höher.
  • Methode muss eingeübt werden.

Geplante weitere Einsatzfelder von Twitter für unser Seminar:

  • Als Rückmeldesystem während oder am Ende der Lehrveranstaltung (ähnlich der Blitzlicht-Methode): Die TeilnehmerInnen können Nachrichten, Kommentare, Fragen an die Dozenten schicken.
  • Als „schnelles“ Kommunikationsmittel während der eLearningphase innerhalb der Arbeitsgruppe.
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3 Antworten zu Twitter in der Seminarsitzung

  1. Christopher schreibt:

    Twitter ist zwar ganz nett, doch der große Nachteil, den ich darin sehe, besteht in dem Verhältnis zwischen Zeitaufwand und Nutzen. Bis jeder verstanden hat, wie er sich einloggen soll und bis die Ergebnisse erscheinen, wäre eine mündliche Befragung bereits in vollem Gänge. Außerdem ist diese Methode weniger nützlich für ein Brainstorming, da der Bezug zu den gefallenen Assoziationen im Unterrichts-/Seminarverlauf immer wieder hergestellt werden muss. Dies wäre aber nur, wenn überhaupt, durch ein Wechsel zwischen Präsentation und Ergebnisdarstellung der Twitter-Befragung möglich. Finde ich etwas umständlich.

  2. Michael Folgmann schreibt:

    Den Zeitaufwand ist bei Twitter wie bei vielen anderen iPad-Anwendungsszenarien ein generelles Problem. Andererseits müssen alle „neuen“ Unterrichts- oder Lehrmethoden eingeübt und einigermaßen regelmäßig angewendet werden, damit sie reibungslos funktionieren. Das trifft auf klassische Unterrichtsmethoden ebenso zu wie auf diese „moderne“ Variante.

    Wo ich widersprechen würde, ist beim Bezug der gefallenen Assoziationen. Wie würden Sie alternativ vorgehen? Zum Beispiel durch Sammlung der Begriffe an der Tafel oder auf einer OHP-Folie. Dies sind auch nur Medien. Wenn Sie die Tafel für eine weitere Anschrift umklappen oder die nächste OHP-Folie auflegen, sind die Assoziationen ebenfalls nicht mehr sichtbar. Ich denke, ein ausgewogenener Medieneinsatz ist die Antwort. Wenn ich sowie so schon eine Beamerpräsentation verwende, wäre für das Brainstorming die Tafel geeigneter. Arbeite ich mit einer Flipchartpräsentation, wäre Twitter über den Beamer vielleicht eine gelungene Abwechslung.

  3. Pingback: iPads in der Hochschullehre – ein erstes Resümee | Lernen mit dem iPad

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